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MÄRKISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, 28.10.2010
BILDUNG: Schmetterlinge auf dem Schulhof
Eichwalder Grundschüler legten mit Lehrern und Eltern einen Garten an, in dem die bunten Falter flattern sollen
EICHWALDE - Schmetterlings-Gedanken bei diesen vorwinterlichen Temperaturen? Gar nicht so abwegig, wie man gestern in der Humboldt-Grundschule in der Stubenrauchstraße erleben konnte. Schüler von der ersten bis zur sechsten Klasse waren im hinteren Teil des Schulhofes gemeinsam mit Lehrern, Horterziehern und dem Förderverein der Grundschule dabei, den Mutterboden für einen künftigen Schmetterlingsgarten breit zu harken. Die Firma Hanetzog für gärtnerische Landschaftspflege fuhr mit großer Technik vor und brachte auch die unterschiedlichsten Sträucher und Pflanzen mit.
Die Idee zu diesem Schmetterlingsgarten hatten die stellvertretende Schulleiterin Ilona Rauf und ihre Lehrerkollegin Kwiotek. „Wir beschäftigen uns schon seit Mai mit diesem Projekt“, erläuterte Rauf. Zunächst hatten Schüler der 6. Klasse aufgezeichnet, wie sie sich einen solchen Schmetterlingsgarten vorstellen. Es wurden auch Pflanzen ausgewählt, die möglichst lange blühen. Der Sommerflieder und das Johanneskraut gehören zu den Gewächsen, die die bunten Falter magisch anziehen. „Wir haben im vergangenen Jahr in der Schule schon selbst Schmetterlinge gezüchtet und auf dem Schulhof fliegen lassen. Das fanden die Kinder schön“, so die Schulchefin.
Der künftige Schmetterlingsgarten soll natürlich für Lehrzwecke im Biologieunterricht genutzt werden. Gleichzeitig soll er aber auch den Schülern als Ruhezone dienen, in der sie die Natur beobachten und sich daran erfreuen können.
Große Freude herrschte bei den Initiatoren des Projektes, als eine vom Förderverein der Grundschule eingereichte Bewerbung um finanzielle Unterstützung im Rahmen des „Futurino“-Projektes von Persil (Henkel-AG) positiv beschieden und ein Betrag von knapp 4000 Euro dem Projekt „Schmetterlingsgarten“ zugesprochen wurde. „Wir sind auch für die Unterstützung durch die Gemeinde und deren Bauhof dankbar“, meint Ilona Rauf. Jetzt werden Frühling und Sommer in der Humboldt-Grundschule sicher noch sehnlicher erwartet. (stat)
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BLICKPUNK, 29.04.2011
Bunte Kraniche für Japan
Schüler der Humboldt-Grundschule arbeiteten aktiv mit
Die gefalteten Kraniche wurden gegen eine Spende zum Verkauf angeboten. 29.04.2011
Eichwalde. „Wer 1000 Kraniche faltet und sie an einer Fischerschnur aufreiht, dem erfüllen die Götter einen Wunsch." Dieser Spruch einer alten japanische Legende war auf der Wandtafel im Vorraum des Hortes „Bunte-Stifte" der Humboldt-Grundschule zu lesen, auf der über eine besonderes Ereignis in den vergangenen Wochen berichtet wurde. Der Spruch war gewissermaßen das Leitmotiv für eine bewegende solidarische Aktion, an der sich die Schüler mit ihren Lehrern und Erziehern, aber auch den Eltern beteiligten. „Das unermessliche Unglück, das die Menschen in Japan, insbesondere die Kinder, nach dem Erdbeben und dem Tsunami, schließlich auch durch die Atomwerk-Katastrophe von Fukoshima traf, beherrschte in den vergangen Wochen die Öffentlichkeit, und das ging auch an den Kindern nicht ungehört vorbei," erklärte Hortleiterin Niceole Hartwig. „Die Kinder stellten Fragen, manche hatten auch Angst, das sich das Unheil weiter verbreite, und so sprachen wir mit ihnen darüber und versuchten ihnen deutlich zu machen, dass dort, wo Menschen in so großer Not sind, unsere Hilfe gebraucht wird, und sei sie auch noch so klein." So fand die Kranich-Idee von Hortnerin Antje Wonneberger sofort ein großes Echo. Im Kunstunterricht und in den Hortstunden falteten die Mädchen und Jungen die bunten Papier-Vögel nach der alten japanischen Faltkunst „Origami" und boten sie gegen eine Spende zum Verkauf an. Wie viele es waren, wurde leider nicht gezählt, aber in manchen Fenstern und Zimmern Eichwalder Familien fanden sie einen Platz als Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität. So erfüllten zwar nicht die Götter, sondern die Teilnehmer an der Aktion sich selbst den Wunsch zu helfen, damit die japanischen Opfer mit Hoffnung und Zuversicht ins Leben zurückfinden, meinten z.B. die Erzieherin Jacqueline Helas und Kathrin Bartalis vom Vorstand des Fördervereins der Humboldt-Grundschule. Schon nach 14 Tagen waren insgesamt 300 Euro zusammen gekommen; sie wurden auf das Spendenkonto „Aktion Deutschland hilft", Konto-Nr. 102 030, BLZ 370 20 500 bei der Bank für Sozialwirtschaft, Verwendungszweck Erdbeben/Tsunami, eingezahlt. owa
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